1. Die Stadt
WermelskirchenDie Stadt Wermelskirchen hat 35.000 Einwohner, von denen 20.000 im
Zentrum und 15.000 in angrenzenden zum Teil noch ländlichen - Ortschaften leben.
In ortsansässiger mittelständischer Industrie, Handwerk und Handel finden mehr als die
Hälfte der Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz. Die übrigen pendeln aus. Die
Arbeitslosenquote liegt mit ca. 11% im Durchschnitt der Region.
Im Stadtgebiet gibt es sieben Grundschulen, eine
Hauptschule, eine Realschule, ein Gymnasium und eine Sonderschule mit den Abteilungen
Lernbehinderungen, Erziehungsschwierigkeiten, Sprachbehinderungen und eine Berufsschule.
In der Nachbarstadt befinden sich mehrere Gesamtschulen, die aber nur von einzelnen
Schülern unserer Stadt besucht werden.
Der Schulträger kann als schulfreundlich bezeichnet werden, da die Ausstattung der
Schulen gut ist und kooperativ auch neue Wege beschritten werden. So wurde z.B. seit 1997
die eigenverantwortliche Verwaltung des Budgets durch die Schulen eingeführt und
weiterentwickelt.
2. Die Städtische Hauptschule
Wermelskirchen
2.1. Die Entwicklung der
letzten Jahre
Die Städt. Hauptschule
Wermelskirchen besteht in der heutigen Form erst seit Beginn des Schuljahres 1995/96. Zu
diesem Zeitpunkt wurde die damalige 1 - 2 zügige Hauptschule Ost aufgelöst und
organisatorisch mit der 3-zügigen Schwanenschule (Hauptschule West) zusammengelegt. Diese
zog dann in das erweiterte Gebäude der Ostschule. Sowohl die Organisation dieser
Maßnahme als auch die Vorbereitung von Schüler, Lehrern und Eltern stellte hohe
Anforderungen an eine langfristige und terminlich genau abgestimmte Planung. Es galt, die
hohe Akzeptanz der Hauptschule in der Stadt zu sichern.
Bei dieser Aufgabe, ca. 200 Schülerinnen und Schüler
sowie 15 Kolleginnen und Kollegen der aufgelösten Ostschule mit den 430 Schüler/innen
und 30 Lehrer/innen der Schwanenschule zusammenzuführen, zahlte es sich aus, auf klare
Vereinbarungen und Konzepte zurückgreifen zu können.
In mehreren ganztägigen Veranstaltungen im Schuljahr
1994/95, in zahlreichen Stufen-, Fach- und Gesamtkonferenzen, konnte mit den Erfahrungen
und dem Engagement der neuen Kollegen das Konzept erweitert und verändert werden, ohne
den eingeschlagenen Weg zu verlassen.
Darüber hinaus fanden ebenfalls gemeinsame
Veranstaltungen der Schüler, der Eltern und der Fördervereine statt.
Insgesamt darf im Rückblick dieser Prozess der
Integration als gelungen bezeichnet werden. Die Akzeptanz der Hauptschule in der Stadt ist
immer noch gut, was konstante Schülerzahlen belegen. Das Klima in der Schule ist
ebenfalls positiv. Dies äußert sich in dem täglichen Zusammenleben der Schüler, in der
Kooperation mit den Eltern und im Engagement und der Arbeitszufriedenheit der Kolleginnen
und Kollegen. Wesentlich hat aber auch die erhebliche Ausweitung der
außerunterrichtlichen Angebote, die Einstellung eines Sozialpädagogen und die Vernetzung
mit Institutionen der Gesellschaft zu dem heutigen Stand beigetragen.
2.2. Die Schülerinnen und Schüler
Die Schüler kommen aus dem gesamten Bereich der
Stadt Wermelskirchen. Dies bedeutet, dass viele mit dem Schulbus aus den umliegenden
Bereichen zu der Schule gefahren werden.
Mit ca. 600 Schüler/innen besuchen annähernd 28% aller
Schüler in Wermelskirchen die Hauptschule. Damit kann man noch von einer gesunden
Struktur der Hauptschule sprechen. Die Schülerschaft setzt sich aus ca. 40 % Mädchen und
60 % Jungen zusammen, die in 25 Klassen unterrichtet werden. Der Anteil ausländischer
bzw. ausgesiedelter Schüler beträgt ca. 20 %.
Für 35 ausländische bzw. ausgesiedelte Schüler/innen
wird zur Zeit ein zusätzlicher Förderunterricht in der deutschen Sprache durchgeführt.
Daneben nehmen 40 Schüler/innen am muttersprachlichen
Unterricht "Türkisch" teil.
Zur Zeit werden 868 Schüler/innen
von 60 Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet.
2.3. Die personelle Situation
2.3.1. Das Lehrerkollegium
In der Städt. Hauptschule unterrichten 24
Lehrerinnen und 21 Lehrer. Alle Planstellen sind damit z.Zt. besetzt. Aus dem Zeitbudget
erhielt die Schule für das Schuljahr 1998/99 eine zusätzliche Planstelle für die
Erweiterung der außerunterrichtlichen Angebote und der Kooperation mit außerschulischen
Partnern.
Seit dem Schuljahr 2000/2001 unterrichten 32
Lehrerinnen und 20 Lehrer in der Städt. Hauptschule.
2.3.2 Die Schulsekretärinnen
Zwei Schulsekretärinnen arbeiten in einem gut
ausgestatteten Sekretariat. Sie identifizieren sich voll mit dieser Schule und engagieren
sich weit über das pflichtgemäße Maß hinaus. So sind sie neben ihrer Verwaltungsarbeit
Ansprechpartner und auch Helfer für Schüler, Lehrer, Eltern und alle, die mit der Schule
Kontakt haben.
2.3.3. Der Hausmeister
Der Hausmeister ist ebenfalls für das Schulleben
von größter Bedeutung. Er sorgt sich nicht nur in hervorragender Weise um die Betreuung
des Gebäudes, sondern lebt mit allen hier tätigen Personen. Sein pädagogisches
Engagement und seine hohe Identifikation mit seinem Beruf machen ihn unentbehrlich im
täglichen Ablauf von Unterricht, Pausen und Nachmittagsangeboten.
2.3.4. Der Sozialpädagoge
Der Sozialpädagoge ist seit Mai 1996 an unserer
Schule. Er ist Angestellter der Stadt Wermelskirchen. Wie im Schulprogramm beschrieben,
hat er in dieser relativ kurzen Zeit, die Angebote im außerunterrichtlichen Bereich
erheblich erweitert und trägt maßgeblich zu den Bereichen "Beratung" und
"Öffnung von Schule" bei.
2.4. Die Raumsituation
Die Schule umfasst 4 Gebäudekomplexe, die seit der
Gründung im Jahre 1904 nach und nach errichtet wurden und insgesamt eine funktionierende
und übersichtliche Einheit bilden.
In 3 Gebäuden sind 25 Klassen untergebracht, die nach
Jahrgängen geordnet sind. Im Hauptgebäude sind neben der Verwaltung, dem Lehrerzimmer
und dem Forum die Fachräume untergebracht.
2 Küchen
2 Technikräume
4 Räume für Naturwissenschaften
2 Computerräume
1 Keramikraum
1 Fotolabor
1 Musikraum
diverse Nebenräume
Die Ausstattung und Funktionalität der Fachräume haben
einen hohen Stand. Damit ist die Schule in der Lage - entsprechend ihres Schulprofils und
ihrer Vorgaben - handlungsorientiert auszubilden.
Der Schulhof (Pausenbereich) ist in 4 Bereiche gegliedert.
Der Haupthof soll im wesentlichen Ruhezone sein. Ihm angegliedert ist ein Spielbereich
(teilweise überdacht) für kleine Spiele. Abgetrennt hinter dem Altbau ist eine
Spielfläche für Ballspiele, und hinter dem Neubau befindet sich ein Pausenbereich, der
nur Schüler/innen der 5. und 6. Klassen zur Verfügung steht.
Leider ist das Forum, das beim Neubau des Schultraktes vor
ca. 12 Jahren für etwa die Hälfte der Schülerzahlen gebaut wurde, viel zu klein und
bietet höchstens Platz für die Versammlung einer Jahrgangsstufe mit ihren Eltern.
Durch den Neubau einer Sporthalle in unmittelbarer Nähe
der Schule können ab Januar 1999 die für Schüler und Lehrer sehr beschwerlichen und
zeitraubenden Fahrt zum Sportunterricht in das ca. 6 km entfernte Dabringhausen beendet
werden.
Die Schule ist an eine, für den öffentlichen Nahverkehr
eingerichtete Bushaltestelle angebunden, was die Schulwegsicherheit für die
Schüler/innen (ca. 258 Fahrschüler) wesentlich erhöht. |